Die 2. Bundesliga scheint vor Beginn der Saison ausgeglichen wie selten: Ein klarer Favorit ist nicht auszumachen. Bis zu zehn Teams wird der Aufstieg in die Bundesliga zugetraut. Alle anderen Mannschaften können auch schnell ganz unten reinrutschen. Vielleicht kommt alles ja aber auch ganz anders. Hier jedenfalls meine Prognose: So wird am 11. Mai 2014 die Abschlusstabelle der 2. Bundesliga aussehen:
1. 1. FC Kaiserslautern
2. 1.FC Köln
3. 1. FC Union Berlin
4. TSV 1860 München
5. Fortuna Düsseldorf
6. FC St. Pauli
7. SpVgg Greuther Fürth
8. VfL Bochum
9. FC Energie Cottbus
10. FSV Frankfurt
11. FC Ingolstadt
12. SV Sandhausen
13. SC Paderborn
14. Dynamo Dresden
15. Karlsruher SC
16. Arminia Bielefeld
17. FC Erzgebirge Aue
18. VfR Aalen
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Freitag, 19. Juli 2013
Dienstag, 16. Juli 2013
Münster macht's
In vier Tagen rollt wieder der Ball in der 2. und 3. Liga. Seit Wochen seziere ich den "Kicker", um die neuesten und besten Infos der "Off-Season" zu bekommen. Seit rund eineinhalb Wochen bastle ich an meinen Managerteams und verzweifle, weil ich nicht alle Spieler unterkriege, die ich dabei haben will. Ja, so ist das. Fußball ist eine Sucht, schlimmer als Alkohol, Nikotin und Schokolade zusammen!
Immerhin: Meine Tabellen stehen. Kreuzigt und steinigt mich, verpasst mir einen Shitstorm, aber hier ist Teil 1 - meine "Abschlusstabelle" für die Saison 2013/2014 in der 3. Liga.
1. SC Preußen Münster
2. Chemnitzer FC
3. 1. FC Heidenheim
4. Hallescher FC
5. 1. FC Saarbrücken
6. SV Wehen Wiesbaden
7. RB Leipzig
8. MSV Duisburg
9. RW Erfurt
10. VfL Osnabrück
11. FC Hansa Rostock
12. VfB Stuttgart II
13. Holstein Kiel
14. SpVgg Unterhaching
15. SV Darmstadt 98
16. SSV Jahn Regensburg
17. Borussia Dortmund II
18. SV Elversberg
19. Stuttgarter Kickers
20. Wacker Burghausen
Eigentlich wollte ich auf Halle als Aufsteiger setzen, aber Münster und Chemnitz sind für mich gesetzt und Heidenheim ist einfach dran. Unten tut's mir schrecklich für die Stuttgarter Kickers leid, aber ich sehe - auch nach dem Weggang von Marco Grüttner - nur noch ein schwächeres Team.
Immerhin: Meine Tabellen stehen. Kreuzigt und steinigt mich, verpasst mir einen Shitstorm, aber hier ist Teil 1 - meine "Abschlusstabelle" für die Saison 2013/2014 in der 3. Liga.
1. SC Preußen Münster
2. Chemnitzer FC
3. 1. FC Heidenheim
4. Hallescher FC
5. 1. FC Saarbrücken
6. SV Wehen Wiesbaden
7. RB Leipzig
8. MSV Duisburg
9. RW Erfurt
10. VfL Osnabrück
11. FC Hansa Rostock
12. VfB Stuttgart II
13. Holstein Kiel
14. SpVgg Unterhaching
15. SV Darmstadt 98
16. SSV Jahn Regensburg
17. Borussia Dortmund II
18. SV Elversberg
19. Stuttgarter Kickers
20. Wacker Burghausen
Eigentlich wollte ich auf Halle als Aufsteiger setzen, aber Münster und Chemnitz sind für mich gesetzt und Heidenheim ist einfach dran. Unten tut's mir schrecklich für die Stuttgarter Kickers leid, aber ich sehe - auch nach dem Weggang von Marco Grüttner - nur noch ein schwächeres Team.
Montag, 28. Mai 2012
Dann eben keine Relegation mehr!
Die Vorkommnisse in Karlsruhe und Düsseldorf werden DFB und DFL noch eine Weile beschäftigen. Auch wenn es Stimmen gibt, die meinen, das sei ja alles gar nicht so dramatisch gewesen: Bullshit! Was die Zuschauer - den Begriff "Fans" mag man gar nicht in den Mund nehmen - da geliefert haben, zeigt, dass Fußballfans LEIDER immer noch nichts begriffen haben. Bengalos haben im Stadion nix verloren - woanders im übrigen auch nicht. Stimmung gibt's genauso gut ohne das gefährliche Spielzeug. Wo es um die Sicherheit und - ja - das Leben von Menschen geht, darf es keine Kompromisse mehr geben. Und wenn die Konsequenz die ist, dass es eben keine Relegationsspiele mehr gibt. Denn offenbar ist es ja so: Je wichtiger ein Spiel, umso schlimmer die Auswüchse.
Da man mit der Relegation freilich richtig gut verdienen kann, werden das die Verantwortlichen zu verhindern wissen. Auch ohne dass Bengalos verboten werden und ohne dass eine Lösung für das Problem gefunden werden wird. Wetten?!
Da man mit der Relegation freilich richtig gut verdienen kann, werden das die Verantwortlichen zu verhindern wissen. Auch ohne dass Bengalos verboten werden und ohne dass eine Lösung für das Problem gefunden werden wird. Wetten?!
Donnerstag, 8. Mai 2008
Hoffentlich kein Eigentor
So wirklich hat die DFL im Fall TuS Koblenz ja nicht nachgegeben. Statt acht Punkte Abzug in dieser Saison nun also sechs Punkte in dieser Spielzeit und drei Punkte in der kommenden (im Falle des Klassenerhalts). Die 200.000 Euro Strafe müssen die Koblenzer auch trotzdem bezahlen. Eigentlich - "nach Adam Riese" - wurde die Strafe für das Lizenzierungsvergehen des Zweitligisten also sogar noch raufgesetzt; nur wirkt sie sich (vielleicht) nicht mehr ganz so brutal aus.
Die TuS Koblenz hat die Entscheidung - ein Vergleichsvorschlag der DFL - akzeptiert und sich damit hoffentlich kein Eigentor geschossen. Ein Heimsieg am Sonntag gegen Erzgebirge Aue, und es würde wohl so oder so für den Klassenerhalt reichen. Nun geht man also auch noch mit einem schweren Handicap in die neue Saison. Und ob es dann wieder so gut läuft... abwarten!
Die TuS Koblenz hat die Entscheidung - ein Vergleichsvorschlag der DFL - akzeptiert und sich damit hoffentlich kein Eigentor geschossen. Ein Heimsieg am Sonntag gegen Erzgebirge Aue, und es würde wohl so oder so für den Klassenerhalt reichen. Nun geht man also auch noch mit einem schweren Handicap in die neue Saison. Und ob es dann wieder so gut läuft... abwarten!
Mittwoch, 7. Mai 2008
3. Liga oder nichts
Jürgen Sundermann hat schon viel erlebt. Als Trainer führte er den VfB Stuttgart erst von der 2. Bundesliga ins Oberhaus, brachte die Schwaben direkt in den Uefa-Cup und bescherte ihnen ein Jahr später die Vizemeisterschaft. Später trainierte er noch Hertha BSC, Schalke 04, den VfB Leipzig, Waldhof Mannheim und die Stuttgarter Kickers. Bei letzteren ist er nun als Berater und Spielerbeobachter tätig.
Die neue 3. Liga ist das große Ziel der Kickers, und das ist seit gestern akut gefährdet. 1:2 unterlagen die Stuttgarter dem TSV 1860 München II. Bei nur noch vier ausstehenden Spielen und einem schweren Restprogramm sind die Chancen auf Platz zehn (der würde zur Teilnahme an der 3. Liga berechtigen) auf ein Mindestmaß gesunken. "Das war`s", glaubt Jürgen Sundermann, der bei seinen "Blauen" vor allem die Leidenschaft vermisste, die er bei einem solchen "Alles-oder-nichts-Spiel" erwartet hätte.
Alles oder nichts? Genau. Die neue 3. Liga, die als Profiliga über den drei künftigen Regionalligen installiert wird, macht vor allem Traditionsmannschaften wie den Stuttgarter Kickers zu schaffen. Wer die Qualifikation nicht packt, der spielt plötzlich viertklassig. Das bedeutet: weniger TV-Gelder, weniger Medienpräsenz. Logische Folge: Auch die Sponsoren bleiben weg.
Die neue Ligastruktur bedroht viele Vereine. Die Zulassungsvoraussetzungen für die Regionalligen (also die künftige 4. Liga!) sind so exorbitant hoch (und teilweise unnötig), dass viele Klubs frühzeitig das Handtuch geworfen haben, obwohl sie sportlich durchaus das Zeug dazu gehabt hätten. Einige andere werden die Lizenz wohl nicht bekommen. Zu groß war die (finanzielle) Hürde, das alles zu stemmen.
Ob die Kickers in der 4. Liga eine Zukunft haben? Der 68-jährige Sundermann ist skeptisch. "Das wird ganz schwer."
So werden also zunächst die zweiten Mannschaften des FC Bayern, des VfB Stuttgart, von Werder Bremen und Borussia Dortmund (nach heutigem Stand) in die 3. Liga einziehen (und weitere werden in den nächsten Jahren folgen) – Teams, die kaum Zuschauer anziehen, und die zuhause die mit Abstand schlechtesten Besucherzahlen vorzuweisen haben. Dagegen bleiben die Kickers womöglich auf der Strecke. Oder Eintracht Braunschweig, RW Essen, der 1. FC Magdeburg oder Hessen Kassel…
Die neue 3. Liga ist das große Ziel der Kickers, und das ist seit gestern akut gefährdet. 1:2 unterlagen die Stuttgarter dem TSV 1860 München II. Bei nur noch vier ausstehenden Spielen und einem schweren Restprogramm sind die Chancen auf Platz zehn (der würde zur Teilnahme an der 3. Liga berechtigen) auf ein Mindestmaß gesunken. "Das war`s", glaubt Jürgen Sundermann, der bei seinen "Blauen" vor allem die Leidenschaft vermisste, die er bei einem solchen "Alles-oder-nichts-Spiel" erwartet hätte.
Alles oder nichts? Genau. Die neue 3. Liga, die als Profiliga über den drei künftigen Regionalligen installiert wird, macht vor allem Traditionsmannschaften wie den Stuttgarter Kickers zu schaffen. Wer die Qualifikation nicht packt, der spielt plötzlich viertklassig. Das bedeutet: weniger TV-Gelder, weniger Medienpräsenz. Logische Folge: Auch die Sponsoren bleiben weg.
Die neue Ligastruktur bedroht viele Vereine. Die Zulassungsvoraussetzungen für die Regionalligen (also die künftige 4. Liga!) sind so exorbitant hoch (und teilweise unnötig), dass viele Klubs frühzeitig das Handtuch geworfen haben, obwohl sie sportlich durchaus das Zeug dazu gehabt hätten. Einige andere werden die Lizenz wohl nicht bekommen. Zu groß war die (finanzielle) Hürde, das alles zu stemmen.
Ob die Kickers in der 4. Liga eine Zukunft haben? Der 68-jährige Sundermann ist skeptisch. "Das wird ganz schwer."
So werden also zunächst die zweiten Mannschaften des FC Bayern, des VfB Stuttgart, von Werder Bremen und Borussia Dortmund (nach heutigem Stand) in die 3. Liga einziehen (und weitere werden in den nächsten Jahren folgen) – Teams, die kaum Zuschauer anziehen, und die zuhause die mit Abstand schlechtesten Besucherzahlen vorzuweisen haben. Dagegen bleiben die Kickers womöglich auf der Strecke. Oder Eintracht Braunschweig, RW Essen, der 1. FC Magdeburg oder Hessen Kassel…
Montag, 5. Mai 2008
Feier-Routine
Haben Sie`s gemerkt? Die Bayern sind wieder einmal Meister.
Am Sonntag um 18.49 Uhr sicherte sich die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld das 0:0 beim VfL Wolfsburg machte und damit vier Spieltage vor Schluss perfekt, was schon lange vorher niemand mehr in Zweifel gezogen hatte. Zu dominant war der FCB in dieser Bundesliga-Saison.
Aber schon seltsam: Einige der wichtigsten Spieler wie Franck Ribéry und Oliver Kahn waren gar nicht mit nach Wolfsburg gefahren. Und auch Bayern-Fans waren kaum da (und wenn sie da waren, waren sie kaum zu hören und zu sehen). *
Dabei hat der Rekordmeister, der zum Saisonfinale am 17. Mai schon zum 21. Mal die Meisterschale überreicht bekommt, angeblich die meisten Fans in der Liga. Aber selbst bei der Ankunft am Münchner Flughafen – nichts. Keine Fans, kein Autokorso, keine Euphorie.
In den TV-Nachrichtensendungen waren "Weißbierduschen" zwar mal wieder der Aufmacher. Aber auch hier nicht mehr als Feier-Routine. Ein selbstzufriedener "Vize" Kalle Rummenigge ernannte Hitzfeld noch kurzerhand zum "Vier-Sterne-General", weil die Bayern ab der kommenden Saison mit vier statt bisher drei Sternen am Revers auflaufen dürfen. Das war`s dann aber schon mit den Gefühlswallungen angesichts einer Meisterschaft mit Ansage und ohne echte Konkurrenz.
Trotzdem: Glückwunsch nach München! Zur Meisterschaft, zu Luca Toni und Franck Ribéry (ohne deren Verpflichtung Hitzfeld wohl weiter Drei-Sterne-General geblieben wäre) und zu der Entscheidung, auch als "Großer" weiter an die "Kleinen" zu denken. Am 13. Mai (um 20.15 Uhr live im HR-Fernsehen) treten die Bayern zu ihrem ich-weiß-nicht-wievielten "Retterspiel" gegen eine Traditionsmannschaft an: diesmal gegen den klammen SV Darmstadt 98!
* P.S. Muss also doch was dran sein an dem Spruch: "Wolfsburg hat nur einen Zweck. Kauf ein Auto und fahr weg!"
Am Sonntag um 18.49 Uhr sicherte sich die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld das 0:0 beim VfL Wolfsburg machte und damit vier Spieltage vor Schluss perfekt, was schon lange vorher niemand mehr in Zweifel gezogen hatte. Zu dominant war der FCB in dieser Bundesliga-Saison.
Aber schon seltsam: Einige der wichtigsten Spieler wie Franck Ribéry und Oliver Kahn waren gar nicht mit nach Wolfsburg gefahren. Und auch Bayern-Fans waren kaum da (und wenn sie da waren, waren sie kaum zu hören und zu sehen). *
Dabei hat der Rekordmeister, der zum Saisonfinale am 17. Mai schon zum 21. Mal die Meisterschale überreicht bekommt, angeblich die meisten Fans in der Liga. Aber selbst bei der Ankunft am Münchner Flughafen – nichts. Keine Fans, kein Autokorso, keine Euphorie.
In den TV-Nachrichtensendungen waren "Weißbierduschen" zwar mal wieder der Aufmacher. Aber auch hier nicht mehr als Feier-Routine. Ein selbstzufriedener "Vize" Kalle Rummenigge ernannte Hitzfeld noch kurzerhand zum "Vier-Sterne-General", weil die Bayern ab der kommenden Saison mit vier statt bisher drei Sternen am Revers auflaufen dürfen. Das war`s dann aber schon mit den Gefühlswallungen angesichts einer Meisterschaft mit Ansage und ohne echte Konkurrenz.
Trotzdem: Glückwunsch nach München! Zur Meisterschaft, zu Luca Toni und Franck Ribéry (ohne deren Verpflichtung Hitzfeld wohl weiter Drei-Sterne-General geblieben wäre) und zu der Entscheidung, auch als "Großer" weiter an die "Kleinen" zu denken. Am 13. Mai (um 20.15 Uhr live im HR-Fernsehen) treten die Bayern zu ihrem ich-weiß-nicht-wievielten "Retterspiel" gegen eine Traditionsmannschaft an: diesmal gegen den klammen SV Darmstadt 98!
* P.S. Muss also doch was dran sein an dem Spruch: "Wolfsburg hat nur einen Zweck. Kauf ein Auto und fahr weg!"
Dienstag, 29. April 2008
Die DFL und die "heilige Kuh"
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat sich da keinen Gefallen getan. In der entscheidenden Saisonphase hat sie Zweitligist TuS Koblenz wegen Verstößen gegen Lizenzierungsauflagen acht Punkte Abzug (plus 200.000 Euro Vertragsstrafe) in der laufenden Spielzeit aufgebrummt und die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder so in akute Abstiegsgefahr gebracht. Sportlich waren die Koblenzer so gut wie durch. Und jetzt das.
Merkwürdig ist, wie wenig transparent die DFL ihre Entscheidung getroffen hat. Noch nie hat es in der Geschichte der 1. und 2. Bundesliga so einen hohen Punktabzug gegeben („Rekordhalter“ waren bisher der SSV Reutlingen und der 1. FC Nürnberg mit jeweils sechs Punkten Abzug), und "gefühlt" war zum Beispiel die Affäre um "schwarze Kassen" beim "Club" in der Saison 1995/96 schwerwiegender als das Versäumnis der Koblenzer, zwei nachverhandelte Spielerverträge offenzulegen.
Da erwarten die Fans eine nachvollziehbare Erklärung. Doch die Begründung fiel bislang sehr schmal aus. Wenn die Frage nach dem Strafmaß gestellt wurde, gab es ausweichende Antworten.
Beim 1. FC Kaiserslautern – seit der Fritz-Walter-Ära "heilige Kuh" des deutschen Fußballs und selbst einst wegen eines ähnlichen Vergehens mit nur drei Punkten Abzug bestraft – hat man die Entscheidung begrüßt und wieder Hoffnung geschöpft, die Klasse doch noch zu halten. Ohne den Punktabzug für den rheinland-pfälzischen Konkurrenten hätte es ganz düster für den Traditionsklub ausgesehen.
Doch die Fans in ganz Deutschland vermuten jedenfalls mehr hinter der Bestrafung und solidarisieren sich allerorten mit der TuS Koblenz. Mit einem Verein ohne große Tradition im deutschen Fußball, einem vormals namenlosen Klub, der erst seit zwei Jahren zweitklassig ist und vorher in den unteren Ligen herumdümpelte.
Der kann noch Beschwerde gegen den Punktabzug einlegen und will notfalls durch alle Instanzen. Im Sinne des Sports und der Fans ist zu hoffen, dass die Frage, wer absteigt oder die Klasse hält, nicht erst nach dem 34. Spieltag entschieden sein wird. Und dass der Absteiger dann trotz der Verstöße nicht TuS Koblenz heißt.
Merkwürdig ist, wie wenig transparent die DFL ihre Entscheidung getroffen hat. Noch nie hat es in der Geschichte der 1. und 2. Bundesliga so einen hohen Punktabzug gegeben („Rekordhalter“ waren bisher der SSV Reutlingen und der 1. FC Nürnberg mit jeweils sechs Punkten Abzug), und "gefühlt" war zum Beispiel die Affäre um "schwarze Kassen" beim "Club" in der Saison 1995/96 schwerwiegender als das Versäumnis der Koblenzer, zwei nachverhandelte Spielerverträge offenzulegen.
Da erwarten die Fans eine nachvollziehbare Erklärung. Doch die Begründung fiel bislang sehr schmal aus. Wenn die Frage nach dem Strafmaß gestellt wurde, gab es ausweichende Antworten.
Beim 1. FC Kaiserslautern – seit der Fritz-Walter-Ära "heilige Kuh" des deutschen Fußballs und selbst einst wegen eines ähnlichen Vergehens mit nur drei Punkten Abzug bestraft – hat man die Entscheidung begrüßt und wieder Hoffnung geschöpft, die Klasse doch noch zu halten. Ohne den Punktabzug für den rheinland-pfälzischen Konkurrenten hätte es ganz düster für den Traditionsklub ausgesehen.
Doch die Fans in ganz Deutschland vermuten jedenfalls mehr hinter der Bestrafung und solidarisieren sich allerorten mit der TuS Koblenz. Mit einem Verein ohne große Tradition im deutschen Fußball, einem vormals namenlosen Klub, der erst seit zwei Jahren zweitklassig ist und vorher in den unteren Ligen herumdümpelte.
Der kann noch Beschwerde gegen den Punktabzug einlegen und will notfalls durch alle Instanzen. Im Sinne des Sports und der Fans ist zu hoffen, dass die Frage, wer absteigt oder die Klasse hält, nicht erst nach dem 34. Spieltag entschieden sein wird. Und dass der Absteiger dann trotz der Verstöße nicht TuS Koblenz heißt.
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