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Sonntag, 5. Januar 2014

Riverside lässt keinen kalt

Viel Glück und Gesundheit für 2014 allen Lesern dieses Blogs!

Meine kleine, ganz persönliche Jahresbilanz sieht diesmal so aus:


Album des Jahres:
Riverside - Shrine Of New Generation Slaves
Mastermind Mariusz Duda beweist auf diesem Album nicht zum ersten Mal, dass er es kann. Sein tolles Songwriting mit allem, was dazugehört - Melodien, Härte, Drive, Groove, Gefühl - lässt einen nicht kalt und begeistert auch nachhaltig beim x-ten Durchlauf. Schon immer ein Qualitätsmerkmal! Auch live überzeugten die Polen - hoffentlich bald auch vor mehr Zuhörern!


Weitere Top-Alben:
Steven Wilson - The Raven That Refused to Sing
Haken - The Mountain
Fish - A Feast Of Consequences
Traumhaus - Das Geheimnis


Konzerte:
Steven Wilson (Alte Kongresshalle, München)
Steve Hackett (Herkulessaal, München)
Riverside (Strom, München)
Fish (Backstage, München)

Alter Bridge (Zenith, München)

Entdeckung:
Haken, Crystal Palace


Flops:
Dream Theater - s/t (so schwer es ist, das hier zu schreiben)

Vorfreude 2014:
neue Alben von Transatlantic, Bigelf, Lunatic Soul, Jelly Fiche u.a.

Meine Tracklist 2013:

1.    Riverside - Celebrity Touch
2.    Ray Wilson - Take it Slow
3.    Haken - Cockroach King
4.    Volbeat - Cape Of Our Hero
5.    Fish - High Wood
6.    Blackfield - Jupiter
7.    Days Between Stations - The Man Who Died Two Times
8.    Leprous - The Cloak
9.    Riverside - The Depth Of Self-Delusion
10.  David Bowie - Where Are We Now?
11.  Spock's Beard - Afterthoughts
12.  Placebo - Too Many Friends
13.  Steven Wilson - Drive Home
14.  HRK - Wenn Du sie siehst
15.  Steve Hackett - Blood On The Rooftops (live)

Samstag, 31. Dezember 2011

An Elbow führt 2011 nichts vorbei

Viel Glück im neuen Jahr allen Lesern dieses Blogs!

Analog zum vergangenen Jahr gibt's auch Ende 2011 wieder meine kleine, ganz persönliche Bilanz.

Album des Jahres:
Elbow - build a rocket boys!

Konzerte des Jahres:
Elbow (Tonhalle, München)
Niels Frevert (Hansa39, München)

Newcomer:
Hunters Of Pure Sound (Bad Tölz)

Entdeckung:
The D Project

Flops:
Die neuen Alben von Arena, Pain Of Salvation und Symphony X

Vorfreude 2012:
alle Konzertmomente, die von der Stimmung her auch nur ansatzweise an die Gigs von Elbow und Niels Frevert in diesem Jahr heranreichen!

Bücher:
Vero und Tina - nicht nur weil Ihr's seid:
Veronika Beer - Ein Jahr in Stockholm
Tina Bauer - Ein Jahr in Island

Sports:
- meine beiden Borussen!
- der Klassenerhalt des BBC Bayreuth in der BBL und die tolle Hinrunde in der neuen Saison!

Meine ultimative Tracklist 2011 sieht in diesem Jahr wie folgt aus:

1. Dream Theater – On The Backs Of Angels
2. Elbow – The Night Will Always Win
3. Traumpfad – Angstfabrik
4. Yes – Fly From Here, pt. 2
5. The D Project – They
6. Hubert von Goisern – Brenna tuats guat
7. Sun Domingo – It’s Happening Now
8. Jelly Fiche – Genèse
9. Hunters Of Pure Sound – Tears
10.  Steven Wilson – Deform To Form A Star
11.  Niels Frevert – Ich würde Dir helfen eine Leiche zu verscharren wenn’s nicht meine ist
12.  Elbow – One Day Like This

Freitag, 30. Dezember 2011

Klatschen mit Freunden

Zwei Konzerte haben mich im Jahr 2011 ziemlich weggebeamt und alle anderen Gigs in den Schatten gestellt. Elbow aus Manchester versetzten in der Tonhalle nicht nur die (erstaunlich große) britische Gemeinde in Ekstase. Guy Garvey hatte den Laden im Griff. Er und seine Jungs machten, unterstützt von vier Streichern, richtig Party in München. "One Day Like This" gibt's auch für Power-Konzertbesucher nicht so oft! http://www.youtube.com/watch?v=BXfSQ-nZdo8

"Klatschen mit Freunden" hieß es kurz vor Weihnachten auch mit Niels Frevert. Überhaupt nicht zu vergleichen mit Elbow, denn Niels ist viel leiser und melancholischer. Trauriger auch. Aber was der Kerl aus Hamburg da für Arrangements gezaubert hat, lässt einen vor Freude, Glück, Hochachtung und ein bisschen Neid erschaudern und einfach mal genussvoll die Schnauze halten. http://tvnoir.de/?s=Frevert

Montag, 18. April 2011

Sehnsucht, Verzweiflung und Wut

Schwermütige Lyrics. Von Verlierern, von der Sehnsucht nach Frieden und menschlicher Wärme, von der Wut auf eine Gesellschaft, die die Jungen zur "fucked up generation" werden lässt.

Sehnsuchtsvolle Kompositionen. Teils leichtfüßige, hochmelodische, fluffige Popmelodien, plötzlich aber der Bruch und kolossal wütende Gitarrenwalls.

Das ist Blackfield.

Steven Wilson (Porcupine Tree) und der israelische Musiker Aviv Geffen bilden das Herzstück der Band, die zur Zeit auf Europatournee weilt. Jetzt machte sie Station im Ampere in München.

Im Dezember 2004 habe ich  das erste Mal live gesehen. Sechseinhalb Jahre liegt der Auftritt im Karlsruher Substage zurück, und seit damals hat sich einiges getan. Damals hatte die Band gerade ein Album, bestehend aus zehn Songs. Und bei der Zugabe durften die Zuschauer bestimmen, welche Lieder sie noch einmal spielen sollten.

Mit "Welcome To My Dna" haben Blackfield inzwischen ihr drittes Album veröffentlicht, Wilson und Geffen haben drei weitere Topmusiker um sich geschart und haben längst genügend Songmaterial für einen Konzertabend.

Die Songs strahlen Sehnsucht aus, Verzweiflung und viel Wut. Geffen widmet die Textzeilen "Fuck you all/I don't care anymore/Go to hell" seinen Eltern. Ansonsten findet kaum Konversation mit den Fans im ausverkauften Ampere statt. Wilson und Geffen hatten beide schon immer einen Hang zur Melancholie, und der lassen sie auch bei dieser Tour freien Lauf. Das geht unter die Haut, was es sicher nicht tun würde, wenn nicht alles brillant gespielt wäre.

Weitere Tourdaten: Pratteln/CH (18.04.), Karlsruhe (23.04.), Bochum (25.04.), Köln (26.04.)

P.S. Setlist und Hörproben gibt's hier: http://www.setlist.fm/setlist/blackfield/2011/klub-studio-krakow-poland-73d3aa19.html

P.P.S. Die Setlist stammt vom Gig in Krakau. In München war gegen Ende des regulären Sets auf jeden Fall noch "1.000 People" dabei!

Mittwoch, 6. April 2011

Ihr findet keine Insel

Endlich, endlich wieder mal ein Statement und klares Bekenntnis des einstmals und vielleicht ja bald wieder politischsten aller Deutschrocker! Auf seiner aktuellen Tour präsentiert Heinz Rudolf Kunze den Song zum Atomausstieg: "Ihr findet keine Insel". In diesem Sinne: "Abschalten, abschalten, abschalten!"

http://www.youtube.com/watch?v=eWg6Cn20yu4&feature=player_embedded

Ihr findet keine Insel

Es ist ein Deal mit dem Tod
den er jederzeit kündigen kann
und ihr verdient euch schamrot
warum sollt ihr was ändern daran
Die Leute wollen doch Strom
jeder Firlefanz braucht Energie
es tickt in jedem Atom
fast wie ein SOS: Jetzt oder nie

Ihr findet keine Insel
keinen heilen Fleck
ihr findet keine Insel
und der Mars ist zu weit weg
ihr findet keine Insel
wenn alles explodiert
gemeinsam wird zu spät bereut
gemeinsam wird krepiert

Ihr wiegelt ab und vertuscht
unser Himmel stürzt nimmermehr ein
in Deutschland wird nicht gepfuscht
sagt wie arrogant kann man denn sein
Ihr zuckt die Achseln und lügt
euer Aufsichtsrat zwingt euch dazu
bis euch der Sachzwang verbiegt
jede Menschlichkeit ist ein Tabu

Ihr findet keine Insel
überall ist es gleich
ihr findet keine Insel
die Wolke findet euch
ihr findet keine Insel
egal wohin ihr blickt
im Bunker gehn die Kerzen aus
im Bunker wird erstickt

Ihr gehört in ein Flugzeug
alle das wär prima
mit einem One-Way-Ticket
Richtung Fukushima
Richtung Hiroshima

Ihr findet keine Insel
keinen heilen Fleck
ihr findet keine Insel
und der Mars ist zu weit weg
ihr findet keine Insel
wenn alles explodiert
gemeinsam wird zu spät bereut
gemeinsam wird krepiert

Donnerstag, 24. Februar 2011

Die hohe Kunst der Zurückhaltung

Eine Laune? Ein Trend? Oder schon eine Entwicklung? Vielleicht ist es ja auch nur Zufall, dass zumindest in meinem musikalischen Dunstkreis seit geraumer Zeit immer mehr Bands auftauchen, die ohne Sänger auskommen. Mogwai - ja so was wie die "Überväter" der Instrumentalbewegung - frames, A Cosmic Trail oder die Münsteraner Band Long Distance Calling gehören zu denen, die es in meine "Heavy Rotation" geschafft haben.

Zuzugeben, dass Rockmusik auch ohne Shouter funktionieren kann und nicht langweilig ist (was ich früher, abgesehen von ein paar wenigen glorreichen Ausnahmen, immer fand), ist für jemanden, der selbst mal gesungen hat, nicht ganz einfach. Aber es hilft nichts: Über den Schatten muss ich jetzt mal springen.

Denn es funktioniert tatsächlich, und zwar live und auf Platte! Und warum? All den genannten Bands gehen "Alphatiere" ab - also solche Musiker (bevorzugt Leadgitarristen!), die früher immer gerne den dicken Max (oder besser: den dicken Jimi oder Ritchie) markierten und ihren Lautstärkeregler so lange immer noch höher drehten, bis sich die Instrumente der Bandkollegen irgendwo im Wummer des Soundstampfs verloren. Nein. Diese Bands sind, um es mal sportlich auszudrücken, "Teamplayer". Jeder ordnet sich dem großen Ganzen unter und nimmt sich auch mal zurück.

Das ist nicht nur nicht zu unterschätzen. Nein, das ist eine ziemlich hohe Kunst! Speziell bei frames und - gerade im Münchner "Hansa 39" erlebt - bei Long Distance Calling sorgt diese Zurückhaltung dafür, dass es im entscheidenden Moment (und da darf dann jeder nach Herzenslust reinhauen) richtig funkt und dieser Funke dann auch überspringt. So eine langsame Steigerung bis zur gigantischen Wall of Sound, bei der sich bei jedem Rockfan die Lungenflügel weiten und alle Haare aufstellen, das macht diesen Instrumentalrock aus. Und das könnte ja dann doch mehr sein als nur ein Trend.

Freitag, 31. Dezember 2010

Und das Highlight war ... Anathema

Euch allen, die hier mal reinlest, ein glückliches, gutes neues Jahr!

Dass zum Jahresende immer eine Bilanz fällig ist, ist nicht wirklich originell, aber dann will ich halt auch mal -  und das Ganze wie immer total subjektiv :

Alben des Jahres:
Anathema - We're Here Because We're Here
Big Big Train - The Underfall Yard

Konzerte des Jahres:
Transatlantic (LKA, Stuttgart)
Anathema (Backstage, München)

Newcomer:
frames (Hannover)
A Cosmic Trail

Flop:
Marillion als Support von Deep Purple

Vorfreude 2011:
Blackfield - neues Album und Tour

Buch:
Muriel Barbery - Die Eleganz des Igels (auch wenn es nun gar nichts mit Rock und/oder Sports zu tun hat)

Für ausgewählte Freunde gibt's zum Jahresende ja immer die Special Compilation "Wopo's 2010". Hier die Tracklist (Bestellungen werden noch entgegengenommen ;-) ):

1. Anathema - Angelica
2. Star One - 24 Hours
3. Pain Of Salvation - Sleeping Under The Stars
4. Jolly - Downstream
5. frames - Isp
6. Overhead - A Captain On The Shore
7. Big Big Train - Master James Of St. George
8. SETI - Ellipse
9. Gisbert zu Knyphausen - Melancholie
10. Transatlantic - Lay Down Your Life
11. Pain Of Salvation - Road Salt
12. Anathema - Hindsight (live)

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Ein (Ge-)Jammer

Subsignal live im Backstage Club zu sehen, war ein spontaner Entschluss, den ich nicht bereut habe. Auch wenn Sänger Arno Menses seinen Running Gag ("wir sind Sie... ähm Subsignal") arg strapazierte, machte der Nachfolger der "anderen Band" (Sieges Even) Freude. Druckvoll und melodisch ging's zu Werke, und - was im Prog-Genre keine Selbstverständlichkeit ist - keineswegs humorfrei.

Wären da nicht zuvor Central Park gewesen. Die Münchner, die mir schon früher zweimal (als Support von Fish bzw. Pendragon) beinahe einen Konzertabend verleidet hatten, sorgten auch diesmal für Schmerzen. Warum? Wegen dieses unseligen Gejammers! Rein kompositorisch ist an der Band gar nicht so viel auszusetzen. Gespielt wird leicht überambitionierter und dafür etwas zu kraftloser Retroprog in der Tradition von Nektar und anderen. Doch eignet sich diese Art von Musik nicht für zweitklassige Sänger. Schon mit Heiko Möckel hatten CP jemanden am Mikro, der chronisch überfordert war und so bei Konzerten für unfreiwillig peinliche Momente sorgte. Bei seiner Nachfolgerin Jannine Pusch hört man zwar, dass sie's vielleicht könnte. Doch spätestens nach diesem Auftritt wäre der beste Rat, den man der Band mitgeben könnte der, es doch mal als Instrumental-Kombo zu versuchen ... Ein Jammer eigentlich.

Montag, 28. April 2008

Mensch, Mick!


„So here I am once more…“ Die Veröffentlichung des Marillion-Debütalbums jährt sich in diesem Jahr zum 25. Mal. Bandmitbegründer Mick Pointer hat dieses Jubiläum zum Anlass genommen, das Songmaterial aus der ganz frühen Bandphase noch einmal auf die Bühnen zu bringen. „Script for a Jester`s Tour“ heißt das Projekt des Ex-Drummers, der dafür ein paar namhafte Musikerkollegen aus der Prog-Rockszene um sich geschart hat.

Mit dem Bassisten seiner aktuellen Band Arena, Ian Salmon, Gitarrist Nick Barrett (Pendragon), Keyboarder Mike Varty (Credo) und Brian Cummins, Sänger der Genesis-Cover-Band "Carpet Crawlers", hat sich „MP“ Pointer allerdings keine neuen Interpretationen der Songs vorgenommen. Stattdessen wird das Material eins zu eins nachgespielt. Arrangements und Sounds klingen wie von der Platte.

Zunächst wird das komplette „Script“-Album gespielt. Es folgen die B-Seiten „Charting The Single“, „Three Boats Down From The Candy“, das fast 20-minütige „Grendel“ und schließlich „Market Square Heroes“ sowie „Margaret“, einst Fishs sehr spezielle Version des schottischen Klassikers „Loch Lomond“.

Zwar kriegt Barrett nicht alle (filigranen) Rothery-Parts perfekt hin – es scheint, als hapert es vor allem an den Tempi – ansonsten aber klingt das alles erstaunlich authentisch. Wenn da bloß Brian Cummins nicht wäre. Sein Versuch, Sänger Fish zu kopieren, geht vollends in die Hose. Dass er sich so schminkt und anzieht wie der charismatische Frontman während der `83er-Tour ist noch nicht das Schlimmste. Aber er versucht auch, Fishs Bewegungen und sogar die Ansagen zu imitieren.

Nein. Der Fish-Klon ist wirklich kaum zu ertragen, zumal seine Mimik mehr an Markus Maria Profittlich („Mensch Markus“) erinnert als an Fish. Gesanglich hätte Cummins das Original wahrscheinlich sogar drauf. Aber nicht mal bei Stimme ist er, jedenfalls nicht beim Auftritt im Stuttgarter „LKA“. Gegen Ende des Konzerts kann er sich zwar etwas steigern, aber speziell die ersten "Script"-Stücke zu Beginn des Sets sind ein gesanglicher Super-GAU. Eine Zumutung für Fish-Fans!Der Rest der Band aber Klasse! Vor allem die Keyboards und natürlich Mick Pointer an den Drums ein Hörgenuss! Absoluter Höhepunkt: "Grendel" – wohl auch, weil das Stück relativ viele Instrumentalteile beinhaltet.

Kurzum: Mit geschlossenen Augen und bei völliger gedanklicher Ausblendung des Sängers ist`s ein netter Trip in die Vergangenheit. Und nur für den Fall, dass die Band das wiederholen will: Bitte bitte nur mit einem anderen Sänger!